Die Sonnenaktivität wird in Zyklen zu je elf Jahren eingeteilt, normalerweise kehrt sich zu Beginn eines jeden neuen Zyklus die Polarität der Sonnenflecken um wodurch normalerweise auch die Aktivität der Sonne wieder zunimmt. 2008 hätte der 24te Zyklus seit Beginn der Aufzeichnungen starten sollen wodurch auch die Sonnenaktivität wieder zunehmen sollte.
Doch anfangs war gar nichts von einem neuen Zyklus zu bemerken bis dann im Dezember 08 ein für die Größenordnungen der Sonne minimaler Fleck zu sehen war. Von seiner Polarität her sah es so aus, als gehöre der Fleck zum eigentlich neu beginnenden 24ten Zyklus, doch der Fleck verschwand nach kurzer Zeit wieder komplett und die Sonnenaktivität blieb ruhig. Im März 09 waren plötzlich wieder drei Flecken zu sehen die allerdings zur Verwunderung der Astronomen die Polarität des alten, 23ten Zyklus hatten der eigentlich schon zu Ende sein sollte. Im April 09 war wiederum ein kleiner Fleck zu sehen mit der -richtigen Polarität des 24ten Zyklus, er verschwand aber schnell wieder.
Viele Wissenschaftler befürchten nun, dass der 24te Zyklus damit komplett ausfällt. Dadurch würde die auf die Erde einfallende Sonnenstrahlung natürlich geringer ausfallen und unser Planet würde dadurch stark abkühlen. Ähnliches sei während der sogenannten -kleinen Eiszeit geschehen die vom 15. Jahrhundert bis ins 19. Jahrhundert hinein andauerte. In Europa und Nordamerika waren die Winter damals sehr kalt und langandauernd, die Sommer hingegen kühl und regenreich. Auch damals war die Sonne lange Zeit fleckenlos, mindestens ein Sonnenzyklus wurde übersprungen so die Meinung bedeutender Astrophysiker.
Forscher des englischen Met Office in Exeter bestätigten, dass seit 1998 die Durchschnittstemperatur unseres Planeten gesunken sei, meinten aber außerdem, dass dies die globale Erwärmung nur kurz verzögern werde. Hier sind sich die Forscher uneinig, der Direktor des Zentrums für Geowissenschaft der Carleton University in Kanada, Patterson ist der Ansicht es bestehe eine Verbindung zwischen mangelnder Sonnenaktivität und Abkühlen der Erde, die Sonne mache den Großteil des Klimas unserer Erde aus, nicht die Treibhausgase.
Weitere Anzeichen für eine fallende Durchschnittstemperatur sei der Temperatursturz vom Januar 2010, in Mittel und Westeuropa war es teilweise überdurchschnittlich warm (trotz des Schneechaos in Nord- und Mitteleuropa) während es in den meisten anderen Gebieten der Erde eine Rekordkälte gab. Die globale Durchschnittstemperatur sei seit dem Januar 1997 um 0,6 Grad zurück gegangen. Die 0,6 Grad um die die Durchschnittstemperatur seit damals zurückging ist fast exakt derselbe Wert um den die Erde sich im 20. Jahrhundert erwärmt hatte.
Wenn bis zum Herbst 2010 keine neuen Sonnenflecken auftauchen, kann man vom Ausfall des 24ten Zyklus ausgehen so die einhellige Meinung der Wissenschaftler. Bleibt also abzuwarten, ob wir uns auf eine neue Eiszeit zubewegen oder nicht. Wer also vielleicht plant, für nächstes Jahr eine Reise mit Gutschein Hamburg, Berlin, Paris oder London zu verschenken, sollte im Hinterkopf behalten, das der Sommerurlaub sehr kühl ausfallen könnte.